Das Wunder der Peggy Guggenheim

Vor der Schwierigkeit Kunstwerke in Glas zu schaffen, entscheidet sich ein Mann, Egidio Costantini, den Kampf aufzunehmen, und Glasskulpturen zu realisieren. Im Jahre 1950 gründet er mit einer Gruppe Venezianischer Künstler eine Genossenschaft « Forschungszentrum der Maler der Glaskunst », deren Ziel es ist, die Welt des Künstlers mit der des Handwerkers zu einen. Diese Idee macht schnell ihren Weg und stösst auf grosses Interesse seitens international berühmter Künstler, wie Kokoschka, Le Corbusier, Calder und Marc Tobey.

1954 stösst auch Picasso, selbst fasziniert vom Glas, zu dieser Gruppe, und lässt hier aussergewöhnliche Werke realisieren. Jean Cocteau, begeistert von diesem Atelier, das einmalig auf der Welt ist, lässt hier nicht nur erstaunliche Werke ausführen, sondern wird auch zu seinem Botschafter bei allen Künstlerfreunden, in dem er die Genossenschaft in “Die Schmiede der Engel” umtauft, in italienisch “La Fucina degli Angeli”.

Dank ihm stossen viele Andere zu dieser Gemeinschaft, die sich dem unmöglichen Taum vom Glas widmet. Sie machen Costantini zum unumgänglichen Glied zwischen Bildhauer und diesem so furchterregenden Material. Selbst Chagall, der es vergeblich mit mehreren Kunsthandwerkern versucht hat, vertraut ihm seine Schöpfungen an. Aber trotz des grossen Erfolges führen die zu hohen Kosten für Anmietung von Schmelzöfen und ihre Betreibung, oft nur für Einzelstücke, das Fehlen jeglicher Unterstützung seitens der Glasbläser von Murano, vielmehr noch ihre Feindseligkeit, die eifersüchtig diese Initiative beäugen und somit sich jeglicher Hilfe seitens der Stadt Venedig widersetzen.dazu, dass das Unternehmen pleite macht.

Erst 3 Jahre später schaltet sich Peggy Guggenheim ein. Sie wird Mäzenin und Schutzherrin der “Fucina degli Angeli” und ermöglicht so die Wiedereröffnung dieses auf der ganzen Welt einzigartigen Ateliers.

Wie Fred Licht, Professor an der Boston University und berühmter Konservator der Stiftung Guggenheim sagt so wahr sagt:

Bei der Arbeit mit Glas geht die Skulptur weit über eine traditionelle Verbindung hinaus zwischen dem Bildhauer und dem Glasbläser oder dem Steinmetz. Die einzige Parallele, an die wir denken können, ist in der Musik zu finden. Die Bearbeitung Bach’scher Musik durch Ferruccio Busoni z.B. erinnert an die Art Verbindung zwischen Costantini und Arp, Ernst oder Picasso.