Der unmogliche Traum vom Glas
Von allen Materialien ist Glas ohne Zweifel das Faszinierendste. Seine unvergleichliche Zauberkraft verwandelt Volumen durch Transparenz, Spiegelung und seine Farben.
Aber es ist auch das Material, das sich am schwierigsten beherrschen lässt.
Glas bearbeiten ist so wie die Arbeit mit flüssiger Lava, die in ein paar Sekunden zu Stein (Tuffstein) wird.. Diese Arbeit muss meisterhaft und von mehreren Handwerkern gleichzeitig durchgeführt werden, um die flüssige Masse zu transportieren, sie zu formen und sie zu blasen, das alles bei wechselnden Temperaturen, die zur Modellierung nötig sind.
Eine der zahlreichen Herausforderungen besteht in der Behandlung der fliessenden Glassmasse, und das nicht nur zur Formung, sondern mehr noch, um Verformungen während der unterschiedlichen Temperaturen zu vermeiden. Ist die Form erst einmal gegossen, warten zwei grosse Gefahren auf den Künstler: das Zusammenfallen bei zu langsamer Abkühlung oder das Zerplatzen, wenn diese zu schnell ist.
Zusätzliche Schwierigkeit: die Handhabung der Farben, die äusserst gute Kenntnisse verlangt, da das geblasene Werk zunächst in einer Skala von mehr oder weniger dunklem Rot bleibt, und die endgültige Farbe erst nach totaler Abkühlung erscheint.
Schliesslich und endlich ist die Kompetenz eines Glasbläsers begrenzt auf immer wiederkehrende Arbeitsabläufe. Sie sind seltener selbst schöpferisch bei der Schaffung eines Kunstwerkes.
So sind zahlreiche Künstler bei der Bearbeitung des Glases von Misserfolgen enttäuscht worden...








